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Vom 13. bis 25. Mai 2010 war Living Line Dance mit fast 30 Teilnehmern auf seiner ersten Leserreise - in Texas. Gemeinsam mit dem erfahrenen Amerika-Reiseveranstalter AAR Travel aus Westerkappeln haben wir diese "Dance & Music-Tour" zusammengestellt und unseren Reiseteilnehmern die faszinierende Tanz- und Musikszene von Texas präsentiert. Von kultigen Saloons bis hin zur Teilnahme an einer Meisterschaft erlebten wir eine beeindruckende Vielfalt - und auch so manche Überraschung. Und was gibt es für einen Veranstalter am Ende für ein schöneres Kompliment als : "Wenn es unser Sparschwein zulässt - im nächsten Jahr fahren wir wieder mit!"

Und damit Ihr auch richtig Lust bekommt, im nächsten Jahr mit uns on Tour zu gehen (wohin, verrraten wir an dieser Stelle noch nicht), hier ein Bericht über einige Highlights unserer Tour.

Fort Worth - Abbott - Austin - LuckenbachBandera Ranch -
San Antonio - Gruene Hall - Houston

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Fort Worth

Den legendären Viehtrieb über die Mainstreet sahen wir leider nicht, Texas begrüßte uns am ersten Tag mit strömendem Regen – wo wir doch immer dachten, wenigstens hier würde es nur Sonne geben! Cowgirl- und Amon Carter Museum mit beeindruckender Sammlung der Western Art-Maler Remington und Russel am Vormittag, abends zum Rodeo und anschließend zu Billy Bobs , dem nach eigener Aussage weltgrößten Honky Tonk. Der Super-Saloon, 1910 als Viehscheune gebaut, hat Platz für mehr als 6.000 Menschen, 43 (!) Bars, Tanzflächen und Spielhallen, sogar eine Bull Riding Arena. Unsere Linedancers eroberten sich ein Stück der Tanzfläche, auch wenn das zwischen den ganzen Two Step Tänzern nicht einfach war!

Stockyards Fort WorthTanzen in Billy Boby Texas in Fort Worth

Abbott

Geburtsort von Willie Nelson. Sein alter Kumpel betreibt den winzigen Shop in dieser 300 Seelen-Gemeinde mitten im texanischen Nichts. Die kleine Kirche daneben wurde uns extra aufgeschlossen, sie wird heute  noch finanziell von Willie Nelson unterstützt.

Austin

Auch als „Live Music Capital of the World“ bezeichnet, hat Austin neben seinem State Capitol, dem Sitz der texanischen Regierung (mit 94 Metern sogar höher als das in Washington) noch eine andere Attraktion: Fledermäuse. Unter der Congress Avenue Brücke leben 1.5 Millionen Tiere und es ist ein großes Spektakel, wenn sie in der Dämmerung auf Nahrungssuche ausschwärmen. Vorher: Schiffsfahrt auf dem Colorado River.

Abends: Besuch in der legendären Dance Hall Broken Spoke, einem „must see“ in Texas. 1964 von James White gegründet (und seither offenbar niemals renoviert ...). Ganz viel Patina, live Musik der Derailers und vorher Two Step Kurs. Als wir Line Dance zu tanzen begannen, eine Überraschung: no Line Dance zu Live Musik. Wie jetzt? Eintritt gezahlt und nicht tanzen dürfen was man will? Genau. Auch das ist Amerika.

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Luckenbach, Texas

Kein Ort, ein Gefühl! Fast findet man die kleine Straße nicht nach Luckenbach (gesprochen Luckenbak), Schilder gibt’s  nicht, denn die werden immer geklaut. Auch diese Dance Hall hätte in Deutschland der TÜV schon lange gesperrt, neben Post Office und Shop ist sie das einzige  Gebäude hier. Ein Cowboy singt zur Gitarre, ja was wohl, „Luckenbach, Texas“, den bekannten Song von Willie Nelson und Waylon Jennings. Und unsere Linedancers ergreifen von der kleinen, kultigen Freiluft-Bühne Besitz und tanzen. Back to the Basics of Love. Gänsehaut.

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Bandera Ranch

Mit Vieh arbeitet man hier nicht mehr in dieser Idylle im lieblichen Hill Country von Texas. Zum Cowboy-Frühstück unter freiem Himmel wird geritten und wenn vorher ein Cowboy den Kaffee in die Hütte ans Bett bringt – das hat schon was ... Fast reichen die Pferde nicht, so viele Linedancers suchen das Glück dieser Erde auf dem Rücken der Pferde (wo die meisten zuvor noch niemals saßen ...). Relaxing, Line Dance im Freien, sogar im Pool, am Abend Live Musik von Dave Kemp und Sohn im urigen Saloon, draußen derweil ein Thunderstorm. Was nichts weiter als ein Gewitter ist. Am nächsten Tag Line Dance Workshop (oder besser: Rhythmische Sportgymnastik?) mit „Princess of Power“ im texanischen Hemd, Spaß allemal. Romantische Outdoor Barbecues samt singender Cowboys – warum können eigentlich alle Cowboys singen?

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San Antonio

Zurück in die Zivilisation  - die meisten hätten es noch länger auf der Ranch ausgehalten. San Antonio, heimliche Hauptstadt von Texas, präsentiert sich mit Wolkenkratzern und dem verträumten Riverwalk am San Antonio River. Ein Paradies mit Restaurants, Bars, Galerien und Geschäften. Historisch: das Alamo, die Wiege von Texas. Hier verteidigten einst 188 tapfere Texaner ihr Land gegen die Übermacht von etwa 6.000 Mexikanern.  Historisch geht’s für uns weiter: Besuch in den Missions San Juan und San Jose. Anfang des 18. Jahrhunderts von Franziskanern gegründeten, lebten hier Indianer der Region und wurden missioniert.

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Gruene Hall

Die älteste Dance Hall in Texas. Was für ein Flair! Von außen nicht viel mehr als eine Scheune, innen abgewetzte Dielen, urige Bänke und Tische, voller eingeritzter Namen. Lyle Lovett, George Strait und viele andere starteten hier ihre Karrieren, auf der Bühne standen schon Willie Nelson, die Dixie Chicks und Garth Brooks. Und nun die Linedancers aus Deutschland! Auf diesen Dielen tanzte schon John Travolta beim Dreh seines Filmes „Michael“, nunmehr Line Dance mit den Reiseteilnehmern unserer Living Line Dance Leserreise statt Two Step  – wow. Am Abend noch eine Dance Lesson im River City Dance Studio. Nicht wirklich etwas Neues, aber es ist ja auch keine Workshop-Reise! Land, Leute, Tanz und Musik wollen wir kennenlernen  auf unserer Dance & Music-Tour – und nun wissen wir auch, wie es in einem amerikanischen Tanzstudio zugeht. Yiheah!

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Houston

Die Stadt präsentiert sich uns mit atemberaubender Skyline und 5-stöckigen Autobahnkreuzen. Für uns heißt es: Mehr als 12 Stunden zur Texas Classic, einer Meisterschaft der UCWDC, für viele der erste Besuch einer Championship.

Noch nie haben wir Zuschauer während einer Meisterschaft in Wolldecken gehüllt gesehen – warum der Ballroom auf 15 Grad herunter gekühlt wurde, wird uns ein Rätsel bleiben. Langes Verweilen unmöglich! Ganztägig Line Dance Camp – doch wenn unsere deutsche Gruppe nicht gewesen wäre, hätten sie das wohl mittags schließen können ... Daher für uns fast Privatunterricht, was auch sein Gutes hatte. Show und Meisterschaft der höheren Klassen bis 23 Uhr gemixt, freies Tanzen: Two Step.

Am letzten Tag zwischen Himmel und Wasser: Zunächst ein Besuch im NASA Space Center – legendär der Satz: „Houston, wir hatten wir ein Problem“ während der Apollo 13-Mission. Nach Abschiedsessen noch ein Segeltörn mit Captain Kidd in der Galveston Bay vor Houston – und dann hieß es: Koffer packen. 12 Tage Leserreise waren wie im Flug vergangen!

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